Die 10 wichtigsten Kinderrechte der UN Kinderrechtskonvention

Was ist eine Konvention?

Was besagt die UN Kinderrechtskonvention?

Wann wurde die Kinderrechtskonvention beschlossen?

Wozu verpflichtet die UN Kinderrechtskonvention?

Was sind die 10 wichtigsten Kinderrechte der UN Kinderrechtskonvention?

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Was ist eine Konvention?

Eine Konvention ist ein Abkommen und ein völkerrechtlicher Vertrag. Es lässt sich also sagen, dass dort Regeln des Umgang, des sozialen Verhaltens festgeschrieben werden die für eine Gesellschaft als Verhaltensnorm gilt. Eine Konvention wird durch eine Übereinkunft verschiedener Staaten entwickelt und dient der Umsetzung von Zielen. Zum Beispiel bei der Klimarahmenkonvention das Ziel das Klima zu schützen, bei der UN Behindertenrechtskonvention (UN BRK) das Ziel die menschenrechtlich begründete volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit 

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Behinderung in allen Lebensbereichen zu schaffen und bei der UN Kinderrechtskonvention (UN KRK) wird das Ziel verfolgt, Kinder zu schützen, die Einhaltung ihrer Rechte zu gewährleisten und für bessere Lebensverhältnisse zu sorgen.

Was ist die UN Kinderrechtskonvention genau?

Schon im 19ten Jahrhundert gab es erste Bestrebungen, das Elend von Kindern der untersten Gesellschaftsschichten durch Gesetze abzumildern. Zu der Zeit war es üblich, das Kinder arbeiteten, zum Teil so hart und unter so schlechten Bedingungen, dass viele von ihnen einfach starben. Haben sie nicht gearbeitet, verhungerten sie. Recht auf Bildung oder gar freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit gab es schlichtweg nicht und waren unvorstellbar. Es wurden Gesetze zum Verbot von Kinderarbeit geschaffen. Am 20 November 1989 wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN Vollversammlung) die

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Kinderrechtskonvention verabschiedet. In der Konvention wurden Grundsätze verfasst, neben der Elternverantwortung wurden auch deutlich auf die Verantwortung der Vertragssaaten hingewiesen. Diese Staaten verpflichten sich mit Ratifizierung der Konvention positive Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen, die Artikel der Konvention anzuerkennen und einzuhalten. Die UN Kinderrechtskonventionen wurde unter dem Motto "Kinderrechte sind Menschenrechte" verankert. Kein Kind sollen die Kinderrechte vorenthalten werden. Insgesamt umfasst die UN Kinderrechtskonvention 54 Artikel. Es gibt keine Konvention, welcher weltweit mehr Staaten beigetreten sind. Die Einhaltung der UN Kinderrechtskonvention wird über den UN Ausschuss für Rechte des Kindes überwacht. Staaten welche die UN Kinderrechtskonventionen ratifiziert haben, müssen in gewissen Abständen Berichte abgeben in denen sie darstellen, wie sie die Umsetzung der Kinderrechte gewährleisten. Der UN Ausschuss wertet diese Berichte aus.

1. Das Recht auf Gleichheit

Das erste Recht ist das Recht auf Gleichheit. Das bedeutet, dass alle Kinder die gleichen Rechte haben, kein Kind darf benachteiligt oder diskriminiert werden. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 2 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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2. Das Recht auf Gesundheit

Das zweite Recht ist das Recht auf Gesundheit. Das bedeutet, dass alle Kinder das Recht darauf haben gesund leben zu können, Geborgenheit zu finden und keine Not zu leiden. Dazu zählt beispielsweise auch, dass dem Kind Einrichtungen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit zur Verfügung gestellt werden müssen, beispielsweise in Form von Arztpraxen oder Krankenhäusern. Laut des Rechts müssen Vertragsstaaten viele weiteren Dinge für die Gesundheit tun, beispielsweise für sauberes Trinkwasser und ausreichend Nahrung zu sorgen, für ausreichende Hygiene sorgen und etwas gegen Säuglings- und Kindersterblichkeit tun. Dieses Recht leitete sich aus Artikel 24 der UN Kinderrechtskonvention ab.

3. Das Recht auf Bildung

Das dritte Recht ist das Recht auf Bildung. Kinder haben das Recht zu lernen und sich zu bilden. Die Bildung ist maßgeblich für das weitere Leben. Lesen, Schreiben und Rechnen können, dafür muss Kindern eine Bildungseinrichtung zur Verfügung gestellt werden. Die Analphabetenquote muss weiter abgebaut werden. Der Besuch der Grundschule soll eine Pflicht darstellen und jedem Kind unentgeltlich ermöglicht werden. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 28 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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4. Das Recht auf Spiel und Freizeit

Das vierte Recht ist das Recht auf Spiel und Freizeit. Kinder haben das Recht auf Freizeit und in dieser ihren Interessen nachzugehen und zu spielen. Dazu muss der Staat das Kulturelle fördern und den Kindern den Zugang ermöglichen. Eine aktive Erholung muss gewährleistet werden und die Kinder müssen die Möglichkeit haben, künstlerischen Interessen nachzugehen. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 31 der UN Kinderrechtskonvention ab.

5. Das Recht auf freie Meinungsäußerung

Das fünfte Recht ist das Recht auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung. Die Kinder haben das Recht die eigene Meinung frei äußern zu dürfen, und dabei vor allem keine Strafen fürchten zu müssen. Zusätzlich müssen Kinder in Fragen mit einbezogen werden, die sie betreffen. Der Wille des Kindes muss gehört werden. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 12 und 13 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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6. Das Recht auf Schutz vor Gewalt

Das sechste Recht ist das Recht auf Schutz vor Gewalt. Kinder müssen vor Gewaltanwendungen, Misshandlungen und Verwahrlosung geschützt werden. Das gilt in physischer also körperlicher aber auch in psychischer also seelischer Form. Dieses Recht zieht vor allem auch die Eltern mich ein. Die Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder zu schützen. Droht eine Verwahrlosung und starke Kindeswohlgefährdung seitens der Eltern, muss der Staat die Kinder schützen. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 19, 32 und 34 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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7. Das Recht auf Zugang zu Medien

Das siebte Recht ist das Recht auf Zugang zu Medien. Kindern haben das Recht auf Zugang zu nationalen und internationalen Quellen, ihnen muss die Möglichkeit gegeben werden, sich über diesen Weg Informationen zu beschaffen und ihre Meinung zu verbreiten. Die Vertragsstaaten der UN Kinderrechtskonvention verpflichten sich jedoch auch dazu, Kinder vor gefährdenden Medien zu schützen, beispielsweise durch den Kinder- und Jugendschutz. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 17 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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8. Das Recht auf Privatsphäre und Würde

Das achte Recht ist das Recht auf Privatsphäre und Würde. Die Privatsphäre und die Würde der Kinder ist zu achten und zu respektieren. Willkürliche Eingriffe in die Privatsphäre sind rechtswidrig, das Kind muss einen rechtlichen Schutz diesbezüglich erhalten. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 16 der UN Kinderrechtskonvention ab.

9. Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht

Das neunte Recht ist das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht. Kinder haben das Anrecht auf besonderen Schutz bei Krieg und auf der Flucht. Kinder dürfen nicht in Kriege verwickelt oder Opfer dieser werden. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 22 und 38 der UN Kinderrechtskonvention ab.

10. Das Recht auf Fürsorge und Förderung bei Behinderung

Das zehnte Recht ist das Recht auf Fürsorge und Förderung bei Behinderung. Die Vertragssaaten verpflichten sich dazu, Kindern mit Behinderung Fürsorge und Förderung zu bieten, sodass ein würdiges und möglichst selbständiges Leben möglich ist. Eltern müssen finanzielle Mittel zur Teilhabe zur Verfügung gestellt werden. Dieses Recht leitet sich aus Artikel 23 der UN Kinderrechtskonvention ab.

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